13.02.12

Teuerung Schweiz auf Erzeuger-Ebene bei -2,4%: Euro bei 1,2083 CHF

Die Schweizer Teuerung auf der Erzeugerebene ist stark rückläufig. So fielen die Produzenten- und Importpreise im Januar 2012 um -2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Derweil taucht der Eurokurs wieder unter der Marke von 1,21 CHF ab. Der Wechselkurs der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem Schweizer Franken steht zum Wochenauftakt bei EUR/CHF 1,2083.

Paradox erscheint die auseinander klaffende Preisentwicklung zwischen Rohöl und Mineralölprodukten. Die Importpreise von Rohöl kletterten, meldet das Bundesamt für Statistik in Neuchâtel. Gleichzeitig fielen innert Jahresfrist die Preise für Mineralölprodukte. Gas- und medizinische Geräte wurden ebenfalls teurer, während es für die Schweizer Erzeuger günstiger wurde Milch und Elektrizität zu beschaffen.

Den Schweizer Franken Kurs lässt das Ja der griechischen Abgeordneten zum neuen Sparpaket kalt. Anders als der Euro USD Wechselkurs, der in wenigen Stunden von 1,3200 auf 1,3284 (+0,63 Prozent) steigt, fällt der Eurokurs CHF von 1,2100 auf 1,2083. Beim Dollarkurs CHF geht es ebenfalls nach unten. Das Devisenpaar sinkt auf USD/CHF 0,9102.

SMI, Gold

Unterdessen setzt das Schweizer Börsenbarometer seine Talfahrt fort und kraxelt auf 6.174 Zähler. Der SMI hat seit Ende November 2011 um +15,36 Prozent zugelegt. Vor zweieinhalb Monaten stand der Blue-Chip Index, der die 20 größten eidgenössische Unternehmen abbildet, noch bei 5.352 Punkten. Aus charttechnischer Sicht ist entscheidend, ob die SMI Entwicklung einen Widerstand bei 6.200 Punkte aushebeln kann.

Der Goldpreis in CHF befindet sich ebenfalls auf einem Steilflug. So kletterte die Feinunze (31,1 Gramm) von 1.440 auf 1.581 Franken (+9,79 Prozent) zwischen dem 29. Dezember 2011 und dem 13. Februar 2012. Das Allzeithoch vom September 2011 bei 1.657 Franken ist zwar noch ein gutes Stück entfernt.

Allerdings sieht es gut aus für die Goldpreisentwicklung insgesamt. Die Notenbanken verfolgen weiterhin eine extrem expansive Geldpolitik. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) interveniert am Devisenmarkt, während de Bank von England in der Vorwoche ihr Ankaufprogramm von britischen Staatsanleihen von 275 auf 325 Milliarde Pfund ausweitete.

Auch EZB und Fed pumpen immer noch kräftig Liquidität in die Geldmärkte. Ende des Monats können sich Banken im Euroraum bei der EZB noch einmal für einen Zeitraum von drei Jahren so viel Geld leihen wie sie wollen. Die Fed spricht trotz robusten Wachstumszahlen ganz unverhohlen von einer dritten quantitativen Lockerung.