29.10.10

Frankenkurs folgen lohnt sich derzeit


Am Devisenmarkt ist der Frankenkurs derzeit ein Unsicherheitsfaktor. Die europäische Gemeinschaftswährung kletterte über die Marke von 1,37 CHF. Dabei erreichte der Eurokurs ein 2,5 Monatshoch bei 1,3735 CHF. Schwache Konjunkturdaten aus der Schweiz wurden zu einer Belastung für die CHF Kursentwicklung.

Das KOF Konjunkturbarometer der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) fiel von 2,20 Punkte auf 2,17 Punkte. Die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) verlangsame sich. Allerdings befände sich das Konjunkturbarometer weiterhin auf hohem Niveau, teilte die Konjunkturforschungsstelle der ETH mit.

Unterdessen hat sich der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Philipp Hildebrand, zur Geldpolitik geäußert. Hildebrand warnte vor einer möglichen Immobilienblase. Die Auswirkungen der expansiven Geldpolitik würden hohe Risiken bergen. Einige Warnsignale seien bereits erkennbar.

Die aktuellen Zinsen seien angemessen. Schweizer Haushalte müssten allerdings lernen damit umgehen, dass die Zinskosten steigen könnten, so der SNB Präsident. In der Schweiz wird seit Monaten befürchtet, dass sich durch expansive Geldpolitik eine Immobilienblase bildet.

Euro Frankenkurs

Eine höher als prognostizierte Inflationsrate im Euroraum hat dem Euro Frankenkurs zusätzlich Rückenwind gegeben. So kletterte die jährliche Teuerungsrate im Euroraum auf 1,9 Prozent im Oktober 2010. Im September 2010 betrug die Preissteigerung 1,8 Prozent.

Für Charttechniker ist der Aufwärtstrend beim Euro Frankenkurs intakt. Es sei nicht ratsam auf eine negative Korrektur zu setzen. Wenn der Eurokurs die obere Trendkanallinie ebenfalls durchbrechen könne, sei mit einer noch schnelleren Bewegung nach oben zu rechnen. Ein Abpraller an dieser Stelle signalisiere kurzfristiges Erholungspotential für den Frankenkurs.

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