24.04.17

Verkaufssignale sprudeln beim EUR/CHF nach Frankreich-Wahl

Die Frankreich-Wahl ist wie eine Erlösung, und so macht der EUR/CHF-Kurs einen großen Satz auf 1,0836. Damit erreicht die Devisennotierung den höchsten Stand seit fünf Monaten. Sind die Kursgewinne in trockenen Tüchern und sollte man sich auf einen Anstieg auf 1,10 vorbereiten? Oder geht an einem erneuten Rückfall auf 1,06 kein Weg vorbei?


Spekulanten wittern angesichts der großen Schwankungen Morgenluft. Auf einen wieder sinkenden EUR/CHF-Kurs zu spekulieren ist nicht so verrückt wie es auf den ersten Blick aussieht. Zum einen ist der Euro gerade dabei an einem wichtigen Widerstand bei 1,0820 auf Schlusskurs-Basis zurückzuprallen. Zum anderen braucht es für die Etablierung eines Aufwärtstrends etwas mehr, als den nun vorliegenden Anstieg.

Der Euro muss erst noch zeigen, ob er aus eigener Kraft (ohne die Hilfe der Schweizer Notenbank) in der Lage ist, gegenüber dem Schweizer Franken stärker zu werden. Die Gefahr, dass es sich bei dem im Devisen-Fachjargon genannten Spike von 1,0695 auf 1,0836 um ein Strohfeuer handelt, ist groß. Daraus ergeben sich zwei Verkaufsignale.
  1. Kurzfristig: Der EUR/CHF wird bei 1,0799 verkauft, in der Annahme ihn bei 1,0750 günstiger zurückkaufen zu können. Stop-Loss 1,0830.
  2. Wochenfrist: Der Euro wird bei 1,0799 verkauft, in der Annahme ihn bei 1,0710 noch günstiger zurückzukaufen. Stop-Loss 1,0860.