12.12.15

Prognosen sehen EUR/CHF bei 1,10 (2016) und 1,15 (2017)

Der Eurokurs wird bis auf 1,15 Franken steigen, prognostiziert das renommierte Forschungsinstitut BAK Basel. Ganz offenbar hat die Gemeinschaftswährung das Schlimmste überstanden. Denn nun geben auch die pessimistischen Devisenexperten der Commerzbank klein bei. Sie ziehen eine Wechselkursprognose, die 1 Euro = 1 Franken sah, zurück.


Den Umständen entsprechend notiert der Eurokurs aktuell mit 1,08 Franken recht stabil. Weder die Lockerungen der Europäischen Zentralbank (EZB), noch die Passivität in der Schweizer Geldpolitik brachten den Wechselkurs in Verlegenheit nach unten auszubüchsen. Es ist ein Zeichen der Stärke, dass der Euro trotz einer Einlagenzinsenkung der EZB auf -0,30% und einer Verlängerung der Anleihe-Käufe bis März 2017 nicht einbrach.

Sein neues Selbstbewusstsein unterstrich der Euro dann am Donnerstag, als er die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gleichgültig zur Kenntnis nahm. Die SNB setzte der EZB keine Lockerung entgegen. Der EUR/CHF stürzt daraufhin nicht, wie von einigen Marktbeobachtern befürchtet worden war, ab, sondern bleibt stabil bei 1,08 Franken.

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"Da die EZB Anfang Dezember beschlossen hat, das Quantitative Easing bis März 2017 zu verlängern, geht BAKBASEL davon aus, dass der Franken 2016 bei etwa 1,10 CHF/Euro verharren wird und erst ab dem zweiten Quartal 2017 zu einer allmählichen Abwertungsbewegung in Richtung 1,15 CHF/Euro Einzug hält", heißt es in einer neuen Studie des Forschungsinstitutes.

Die Landesbank Hessen-Thüringen rechnet für das Jahr 2016 mit einem Dauer-Aufenthalt des Euros bei 1,10 Franken. Die Commerzbank stampft derweil eine Prognose, die den Eurokurs bis Ende 2016 auf 0,99 Franken sinken sah, ein. Der neuen Zielkurs liegt bei 1,03. Es besteht die Gefahr, dass sich auch diese Prognose als zu aggressiv, weil zu tief, herausstellt.