6.11.14

Ist der hastige Anstieg von 1,2029 auf 1,2057 ein Strohfeuer?


Um eine ganz normale Korrekturbewegung handele es sich. Schon bald gehe es wieder nach unten, sagen Charttechniker. Für Analysten, die aus der fundamentalen Ecke kommen, steckt hinter dem blitzartigen Anstieg des Euros von 1,2029 auf 1,2057 Franken ein wenig mehr. Von einem Strohfeuer könne keine Rede sein.

Das Auf und Ab an den Devisenmärkten hat nach dem Ende des massiven Anleihekaufprogamms (QE3) der US-Notenbank Fed per 31. Oktober 2014 zugenommen. Damit sich das wieder ändert, müsste die Fed QE4 einführen. In Anbetracht der guten Konjunkturdaten aus den USA und die sich abzeichnende wirtschaftsfreundlichere Politik im Zuge des Wahlsiegs der Republikaner ist damit allerdings vorerst nicht zu rechnen.

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Die Gemeinschaftswährung sank heute zum ersten Mal seit zwei Jahren unter eine wichtige Unterstützung bei 1,2030 Franken. Es folgte ein rapider Anstieg auf 1,2057. Der Zurückpraller ist ein Indiz dafür, dass sich bei 1,2025-1,2030 eine robuste Unterstützungszone befindet, die sich nicht so einfach überwältigen lässt.

Insofern könnte sich der EUR/CHF-Kurs erst einmal neuen Schwung holen, indem er an das obere des Trendkanals bei 1,2080 andockt. Anschließend übernehmen die Bären wieder das Kommando. Sie werden alles daran setzen der Kursentwicklung ein neues Tief unterhalb von 1,2029 abzutrotzen. Die robuste Unterstützung wäre gebrochen, der Euro könnte in einem Satz auf 1,2000 abtauchen.

Nun müsste es die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit den Bären aufnehmen. Durch Euro-Stützungskäufen kann sie de facto unbegrenzt Soldaten auf das Schlachtfeld schicken. Der Vorstoß der Bären käme zum Erliegen.

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