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19.12.13

Fed-Tapering festigt Euro bei 1,2254 Franken

Die US-Notenbank (Fed) hat nun also doch eine Drosselung des massiven Anleihekaufprogramms vorgenommen. Von dem Anziehen der geldpolitischen Zügel auf der anderen Seite des Atlantiks profitiert der Wechselkurs des Euros gegenüber dem Franken. Es stellt sich allerdings die Frage der Nachhaltigkeit.

Am Devisenmarkt klettert die Gemeinschaftswährung auf ein Zweiwochenhoch bei 1,2254 Franken, nachdem sie zur Wochenmitte im Tief 1,2168 kostete. Fed-Chef Ben Bernanke hat sich auf der letzten Pressekonferenz seiner Amtszeit mit den Finanzmärkten versöhnt. Die Reaktionen der Aktien- und Rentenmärkte deuten auf eine gelungene Exit-Strategie hin.

Die Fed pumpt künftig nicht mehr 85 Milliarden Dollar sondern 75 Milliarden Dollar in die Märkte. Um Investoren nicht zu verschrecken, wählt man eine äußerst vorsichtige Rhetorik. Anstatt zu sagen, dass die monatlichen Käufe von US-Staatsanleihen um fünf Milliarden Dollar reduziert werden, wählt man folgende Variante:

Der Kauf von Anleihen wird künftig mit einem Tempo von 40 Milliarden anstatt 45 Milliarden Dollar fortgesetzt. Bernankes Lagebeurteilung und die anschließende Pressekonferenz ist ein Drahtseilakt.

Die Finanzmärkte honorieren die Fed für die gefundene Balance zwischen Drosselung und einem nach wie vor sehr expansiven geldpolitischen Ausblick. Der befürchtete Anstieg der Zinsen für zehnjährigen US-Staatsanleihen über die Marke von drei Prozent bleibt aus. Die Papiere rentieren derzeit bei 2,88 Prozent.

Der Kurs des Euros hat gegenüber dem Franken nun wieder eine nachhaltige Anstiegschance. So ist die mit dem Beginn eines Tapers verbundene Unsicherheit verflogen. Großinvestoren wie PIMCO und BlackRock haben nun allen Grund mehr Geld in risikoreichere Vermögenswerte mit höheren Renditen zu stecken, wie beispielsweise italienische- und spanische Staatsanleihen.