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14.06.13

Der Eurokurs schaltet einen Gang höher auf 1,2338 Franken

An den Finanzmärkten bleibt alles in Butter. Das signalisiert die Kursentwicklung des Euros gegenüber dem Franken. Das Devisenpaar klettert in kurzer Zeit von EUR/CHF 1,2222 auf 1,2338 (+0,95%). Der Bedarf an dem Schweizer Franken als Fluchtwährung sinkt wieder. Ein allmähliches Ende der ultralockeren Geldpolitik ist praktikabel, weil der konjunkturelle Aufschwung stark genug daher kommt.

Für die Aktienkurse geht es nach einer Verlustserie wieder nach oben. Der Dax lässt sich nicht unter die Schwelle bei 8.000 Punkten, der Dow Jones nicht unter 15.000 Zähler zurückdrängen. Aktuelle Konjunkturdaten aus den USA zeigen, dass die amerikanische Wirtschaft gut beisammen ist. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfen gingen stärker zurück als erwartet, während die Einzelhandelsumsätze deutlicher anzogen als gedacht.

Momentan kristallisiert sich das "alte" Anstiegsmuster heraus. Die Zutaten: Der US-Dollar wertet gegenüber dem Schweizer Franken auf, während der Euro USD Kurs sinkt. Es ist aber noch zu früh zu sagen, ob die Konstellation für einen erneuten Anstieg auf EUR/CHF 1,2650 wie im Mai gut ist. Hintergrund ist die Sitzung der US-Notenbank (Fed) am kommenden Mittwoch.

In Anbetracht der großen Unsicherheit und den Erschütterungen an den Finanzmärkten der letzten Tage will man von der Fed etwas über eine mögliche Drosselung der monatlichen Anleihekäufe (QE3) in Höhe von 85 Milliarden Dollar hören. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Fed nichts zu QE3 sagt und den Finanzmärkten eine eineinhalbmonatige Unsicherheitsphase zumutet. Das übernächste Fed Treffen ist am 30./31. Juli.

Ökonomen rechnen derzeit mit einer Verringerung von QE3 im Oktober, und zwar um 20 Milliarden auf 65 Milliarden Dollar. Sollten sich die Indizien dafür in den kommenden Wochen verdichten, hätte der Dollarkurs CHF wieder Aufwärtspotential. Dies würde wiederum den Euro CHF mit nach oben ziehen. Der Dollar fiel in den letzten drei Wochen 0,9838 auf 0,9130 Franken (-7,2%).