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17.04.13

Weidmann öffnet Tür für Euro-Sinkflug auf 1,20 Franken

Der Euro Franken Wechselkurs kommt aus der Abwärtsspirale nicht heraus. Am Mittwochnachmittag sinkt die Gemeinschaftswährung auf 1,2138 Franken. Ab sofort kann sich die Deutsche Bundesbank niedrigere Leitzinsen im Euroraum vorstellen. Die zusätzliche Geldschwemme von Euros könnte den Wechselkurs mühelos auf 1,20 CHF zusammenfalten.

"Wenn wir neue Informationen bekommen, könnten wir (die Zinsen) anpassen", sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann im Gespräch mit dem "Wall Street Journal". Die Überschrift des Artikels lautet: "Weidmann öffnet die Tür für Zinssenkung".

Deutschland hat ganz offenbar nichts gegen eine Senkung des derzeit bei 0,75 Prozent liegenden Leitzinssatzes. Würde doch die Wirtschaft der Bundesrepublik am meisten profitieren. Bei den Unternehmen in Südeuropa käme eine Verringerung nicht an. Sie mache daher keinen Sinn machen, argumentierten die Mitglieder des Zentralbankrates bisher.

Bevor sich die konjunkturelle Lage jedoch weiter eintrübt, könnte sich die EZB nun zum handeln gezwungen sehen. Besser eine Mini-Leitzinssenkung, die auch eine psychologische Wirkung hätte und dazu beitrüge den Euro abzuwerten, als die Hände in den Schoß zu legen.

Die Wirtschaft der Eurozone würde sich mit einem Eurokurs bei 1,20 Dollar wesentlich leichter tun, argumentierte unlängst der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Mundell. Das würde wie Wunder wirken, sagte Mundell, deren volkswirtschaftliche Modelle das intellektuelle Grundgerüst der Einheitswährung sind.