9.10.12

Verdächtiges Hin und Her beim Eurokurs von 1,2095 bis 1,2142 CHF


Der Euro legte am Dienstag eine Achterbahnfahrt hin. Während des asiatischen Handelsgeschehens klettert die Gemeinschaftswährung in wenigen Stunden von 1,2095 auf 1,2142 Franken. Es folgt ein für die Verhältnisse des Euro CHF Devisenpaares harscher Rücksetzer. Der Eurokurs notiert um 10:15 Uhr MESZ bei 1,2113 CHF.

Spekulanten könnten ihre Finger im Spiel gehabt haben. Gestern war in den USA Feiertag, weshalb die Handelsumsätze auch im Währungshandel dünn waren. Vielen Händlern reichen Kursschwankungen von weniger als einem halben Rappen, um beträchtliche Spekulationsgewinne einzufahren.

Gegenwärtig sieht es so aus, dass der Eurokurs wieder unter 1,21 CHF fallen dürfte. Dies könnten einige Hedge Fonds zur Aufstockung von Euro Positionen nutzen, um bei einem erneuten Anstieg zu profitieren. Es würde durchaus Sinn machen, weil am Mittwoch der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, in Tokio eine Rede hält, die zu Kursausschlägen führen könnte.

Am Devisenmarkt präsentiert sich der Euro gegenwärtig auch zum Dollar geschwächt. Im Vorfeld des Athen Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel fällt der Währungskurs in knapp zwei Stunden von EUR/USD 1,2990 auf 1,2906 (-0,65%). Gewalttätig vorgetragene Massenproteste der Griechen könnten Investoren an einem Fortbestand Hellas in der Währungsunion wieder stärker zweifeln lassen.

Die Entwicklung der SNB-Giroguthaben zeigt, dass der Mindestkurs in der vergangenen Woche abermalig glaubwürdiger geworden ist. In der Woche zum 5. Oktober nahmen die Guthaben der Schweizer Banken bei der Nationalbank um 204 Millionen auf 291,04 Milliarden ab. Dies gilt als Indiz dafür, dass die SNB nicht intervenieren musste, um die Untergrenze bei EUR/CHF 1,20 zu verteidigen.

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