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20.09.11

Aktueller Eurokurs 1,2070 CHF: Schweiz senkt Wachstumsprognose

Die Konjunkturaussichten für die Schweiz trüben sich immer stärker ein. Angesichts der Euro-Finanzkrise sowie die Abkühlung der Weltwirtschaft korrigiert die Expertengruppe des Bundes ihre Prognose für dieses Jahr von 2,1 auf 1,9 Prozent nach unten. Im nächsten Jahr rechnet man mit einer Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,9 Prozent und nicht mehr 1,5 Prozent.

Gründe für die Verlangsamung der Konjunktur seien auch im starken Schweizer Franken zu suchen. Obwohl inzwischen eine Wechselkursuntergrenze bei EUR/CHF 1,2000 eingeführt worden ist, sei der Franken weiterhin hoch bewertet. Dadurch komme es zu negativen Auswirkungen auf Exporte und Investitionen von Unternehmen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mit.

Aktuelle Statistiken zum Schweizer Außenhandel für den Berichtsmonat August 2011 bestätigen die SECO-Argumentation. Der Exportüberschuss verringerte sich um zwei Milliarden auf 0,81 Milliarden Sfr. Analysten hatten mit einem Außenbeitrag beim internationalen Handel mit Waren und Gütern in Höhe von 1,97 Milliarden Sfr gerechnet. Alle Exportbranchen, mit Ausnahmen der Uhrenindustrie, verbuchten Rückgänge, meldet die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV).

Euroland

Allerdings trüben sich die Konjunkturdaten für die Eurozone ebenfalls ein, so dass Der Euro CHF Kurs in seiner engen Handelspanne zwischen 1,2025 und 1,2090 bleibt. Die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland fallen von -37,7 auf -43,3 Punkte Der Index steht aktuell so tief wie zuletzt während des Jahreswechsels 2008/09. Die befragten Finanzmarktexperten verringern zum siebten Mal in Folge ihre Konjunkturerwartungen. Der ZEW-Index für den Euroraum sinkt um -4,6 auf -44,6 Zähler.

Der Eurokurs CHF lässt sich auch nicht von einer Abstufung Italiens aus der Ruhe bringen. So senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s die italienische Bonitätsnote von „A+“ auf „A“, wegen schwachem Wirtschaftswachstum und einer instabilen Regierung. Den Ausblick beließen die Kreditwächter auf „negativ“, wodurch der Berlusconi-Regierung weitere Abstufungen drohen.