8.12.16

Stützung-Euros aus der Notenpresse machen sich bezahlt

Der Euro ist mit einer Aufwärtstendenz unterwegs. Auf weiter Eingaben wartend, notiert er aktuell bei 1,0820 Franken. Ohne eine Schweizer Anschubfinanzierungen wäre das undenkbar. Die Stützung-Euros aus der Notenpresse haben ihre Schuldigkeit getan. Jetzt muss der Eurokurs zeigen, dass er alleine auf eigenen Beinen stehen kann.

Mit den stärksten Interventionen am Devisenmarkt seit dem Brexit-Votum konnte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den EUR/CHF-Kurs im November vor einem tieferen Rückfall bewahren. Um 17,6 Milliarden auf 648 Milliarden Franken blähte die SNB ihre Devisenreserven auf, wie nun bekannt wird. Rechnet man Wechselkursveränderungen heraus, dürfte die SNB aus etwa 14 Milliarden frisch gedruckten Franken Stützungs-Euros gemacht haben.


Ohne die Anschubfinanzierung aus der Schweier Notenpresse hätte der Euro wohl nicht bei 1,0685 Franken, dem 5-Monatstief vom 18. November, Halt gefunden. Inzwischen stellt sich die Situation vollkommen anders da. Der EUR/CHF-Kurs steigt aus freien Stücken. Hinter dem Anstieg auf das 5-Wochenhoch bei 1,0852 dürfte nicht die SNB stecken, weil sie in der Regel passiv (also nur wenn es bergab geht) interveniert.

Der EUR/CHF-Kurs müsse jetzt den nächsten Schritt machen und die Widerstandslinie bei 1,0915 überwinden, sagen Charttechniker. Dann wäre Platz für einen Anstieg über 1,10. Gefährlich werde es bei einem Unterschreiten von 1,0790. Damit wäre der Weg frei für einen Rückfall unter 1,07 und neue Stützung-Euros aus der Schweizer Notenpresse.

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