8.2.16

Schweizer Notenbank verhindert Dammbruch beim EUR/CHF

Der Euro sinkt innerhalb von drei Handelstagen von 1,1198 auf 1,1020 Franken (-1,59%). Er kann sich wohl nur über 1,10 Franken halten, weil die Schweizerische Nationalbank (SNB) interveniert. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die Bank BNP Paribas. Sie nimmt den Fremdwährungsbestand der SNB unter die Lupe und kommt dabei zu einem überraschenden Ergebnis.

Offenbar ging bei dem Anstieg des Euros von 1,0755 Franken im Dezember 2015 auf 1,12 Franken im Anfang Februar Februar 2016 etwas nicht mit rechten Dingen zu. Denn die SNB habe alleine im Januar etwa 8,5 Milliarden Franken gedruckt, und diese Summe dann am Devisenmarkt gegen Euros eingetauscht. Dies habe dann im Endeffekt zu dem deutlichen Anstieg des EUR/CHF-Kurses geführt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Verweis auf den Analyst Sam Lynton-Brown von BNP Paribas.


Zum Thema: Devisenreserven Schweiz grafisch dargestellt

In Anbetracht der extrem schlechten Stimmung an den Weltbörsen und einem kräftigen Anstieg des Goldpreises hat es für Verwunderung gesorgt, dass der als sichere Hafen wahrgenommenen Schweizer Franken nicht auf, sondern abwertete. Da die Schweizerische Nationalbank aber offenbar wieder im Markt aktiv ist, gibt es nun eine Erklärung dafür.

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