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Chancen für Euro-Anstieg auf 1,10 Franken größer

Auch wenn die Schweizerische Nationalbank (SNB) zuletzt keine Euro-Stützungskäufe durchführen musste, ist sie noch längst nicht aus dem Schneider. Mit einer von der deutschen Commerzbank abgegebenen 1 zu 1 Wechselkursprognose könnte es sich doch noch ausgehen, bevor eine optimistische Vorhersage der DZ Privatbank beginnt zu greifen.

Die Giroguthaben von schweizerischen Banken bei der SNB lagen nach drei Anstiegen in Folge in der zum 1. Mai endenden Woche wieder etwas tiefer. Sie sanken von 385,90 Milliarden Franken auf 384,15 Milliarden Franken. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Eurokurs in der letzten Woche aus eigener Kraft auf ein Fünfwochenhoch bei 1,0525 Franken kletterte.


Aktuell notiert der Euro-Franken-Kurs mit 1,0415 wieder leichter. Gemäß den Schweizer Franken Prognose der Commerzbank wird der Wechselkurs bis zur Jahresmitte 2015 auf 1,00 und bis zur Jahresmitte 2016 auf 0,96 sinken.

Zu einer vollkommen anderen Lagebeurteilung kommt man bei der in Zürich und Luxemburg ansässigen DZ Privatbank. Sie schreibt: "Zudem bleibt der Franken aus Sicht der Kaufkraftparität merklich überbewertet. Langfristig sind daher wieder Kurse um 1,10 Schweizer Franken pro Euro möglich."

Aus charttechnsicher Sicht befindet sich der Euro-Franken-Kurs derzeit zwischen einer Unterstützung bei 1,0230 und einem Widerstand bei 1,0810. Aufgrund möglicher Interventionen der SNB dürfte es für den Wechselkurs schwieriger sein die Unterstützung zu brechen. Nach oben ist hingegen der Weg frei.

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