4.2.13

Schweizer Franken geht geduckt in die Handelswoche

Am Devisenmarkt wertet der Euro gegenüber dem Schweizer Franken auf. Die Gemeinschaftswährung arbeitete in der zurückliegenden Woche eine Doppel-Top Formation ab. Daraus resultierte ein vorübergehender Absturz auf 1,2305. Aktuell notiert der Euro mit steigender Tendenz bei 1,2395 Franken. Die eidgenössische Währung fiel seit Freitag von 81,27 auf 80,67 Euro-Cents.

Auch der Wechselkurs des Euro zum Dollar sieht keinen Grund von seiner Aufwärtsbewegung abzulassen. Das Devisenpaar stabilisiert sich am Montanvormittag bei EUR/USD 1,3610. Das 14-Monatshoch der Vorwoche bei 1,3712 bleibt in Reichweite. Vor dem Hintergrund der hohen Kursausschläge dürfte es für den Euro ein Leichtes sein bei einem Aufwärtsimpuls das bisherige Hoch knapp über 1,37 zu verschieben.


Dass der Euro zum Dollar seit Jahresbeginn um sieben Cents zulegte, hängt auch mit der Zinsentwicklung am Geldmarkt zusammen. Der 3-Monats Euribor erhöhte sich von 0,188 Prozent am 2. Januar auf 0,234 Prozent am 2. Februar.

Der Anstieg reflektiert ein Abklingen der Schuldenkrise. Banken beginnen mit der Rückzahlung der im letzten Jahr ausgereichten dreijährigen Notfallkredite an die Europäische Zentralbank (EZB). Es ist weniger Liquidität im Umlauf, weshalb Euro und Euribor Entwicklung zulegen.

Für Devisenstrategen ist es ferner wichtig zu sehen, dass Eurokurs CHF und Euro Dollarkurs parallel steigen. Damit kommt die anhaltend hohe Risikofreude der Investorenwelt zum Ausdruck. Geld fließt nicht nur aus dem Dollarraum in die Eurozone. Auch aus dem "sicheren Hafen" Schweiz strömt Kapital in den gemeinsamen Währungsraum.

Aus charttechnischer Sicht bringt dem Eurokurs ein Sprung über den technischen Widerstand bei 1,2430 CHF neue Dynamik die am 10. Januar bei 1,2084 initiierte Aufwärtsbewegung fortzusetzen. Die Unterstützungszone bei 1,2305-1,2330 begrenzt vor der EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag das Abwärtspotential.

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