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16.01.17

Wer provoziert den überfälligen Paukenschlag beim EUR/CHF?

Seit Jahresbeginn hält sich der Euro etwas über 1,07 Franken auf. Einen substanziellen Anstieg oder einen deutlichen Rückfall gab es bisher nicht. Das dürfte sich jetzt ändern. Die Gefahr eines Paukenschlags ist sehr hoch.


Wenn es einen Paukenschlag gibt, dann in den nächsten fünf bis sieben Handelstagen. Gemäß der Charttechnik finden die meisten Ausbrüche aus einer Dreiecksformation, in der sich der EUR/CHF-Kurs aktuell befindet, etwa ein Drittel vor der Dreiecksspitze statt. Drei Großereignisse kommen als Auslöser in Frage:

  1. Am Dienstag wird die britische Premierminister Theresa May eine Grundsatzrede über den EU-Austritt halten. Läuft es auf eine harten Brexit hinaus (die Briten geben ihren freien Zugang zum EU-Binnenmarkt auf) verliert die britische Wirtschaft und die der Eurozone. Der Schweizer Franken würde profitieren, was einen Ausbruch der EUR/CHF-Kurs unter 1,07 zu Folge haben sollte.

  2. Auf der EZB-Sitzung am Donnerstag könnte Mario Draghi unterstreichen, die Geldschleusen trotz allmählich steigender Inflation weit geöffnet zu halten. Das Motto: Wir hatten in den letzen Jahren im Schnitt eine jährliche Inflation von etwa 1%, also werden wir in den kommenden Jahren 3% machen, um unsere Ziel von 2% zu erreichen. Auch dies würde für einen fallenden EUR/CHF-Kurs sprechen.

  3. Mit Donald Trumps Ernennung zum 45. Präsidenten der USA am Freitag könnte das Auf und Ab der Kurse (Volatilität) an den Finanzmärkten schlagartig ansteigen. Letzte Beobachtungen der Price Action nach Trump-Auftritten und Tweets legen nahe, dass der EUR/CHF-Kurs sinken sollte, käme es zu einer Korrektur an den Aktienmärkten. Ginge die Trump-Rallye weiter, wäre hingegen ein Anstieg des Euros möglich.