01.05.16

Euro vertagt Anstieg über 1,12 Franken auf 24. Juni 2016

Es kommt nicht von ungefähr, dass 1 Euro 1,10 Franken wert ist und nicht 1,08 Franken wie Ende Februar. Die Schweizer Wirtschaft tritt kürzer. Die Briten werden wohl auch am Freitag, dem 24. Juni 2016 (Tag nach Brexit-Volksentscheid) in der EU sein. Aus der Gefahr eines brexit-bedingten Stärkerwerden des Schweizer Frankens wird die Chance einer Euro-Rallye.

Das Konjunkturbarometer für die Schweiz gab im April 2015 leicht nach, teilte die Konjunkturforschungsstelle (KOF) am Freitag in Zürich mit. Der Rückgang kam etwas überraschend, weil Ökonomen damit gerechnet hatten, dass sich die Stimmung in der Schweizer Wirtschaft den vierten Monat in Folge verbessern würde.

"Positive Signale kamen zuletzt hauptsächlich aus der Industrie und dem Gastgewerbe, während die Indikatoren für den Finanzsektor, den Exportbereich und das Baugewerbe negativ ausfielen", erläutert die KOF. Die Forscher machen darauf aufmerksam, dass die Entwicklung des Bestelleingangs in dem für die Schweizer Wirtschaft so wichtigen Maschinenbau negativ sei.

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Nachdem US-Präsident Barack Obama bei seinem Besuch im Vereinigten Königreich die Briten davor inständig warnte, sich abzuschotten, haben die Umfragen geschwenkt. Inzwischen befürwortet die Mehrheit einem Verbleib in der EU. Gleichwohl ist der Vorsprung der Brexit-Gegner recht knapp.

"Weil ein Brexit die Probleme der Währungsunion verschärfen und noch mehr in den Fokus rücken würde, wäre die Gemeinschaftswährung für viele Investoren kaum ein sicherer Hafen. Insbesondere der Schweizer Franken als der sichere Hafen überhaupt würde gegenüber dem Euro wohl deutlich zulegen, analysiert die Commerzbank.

Am 23. Juni 2016, einem Donnerstag, findet das Referendum statt. Bei einem Verbleib der Briten in der EU wäre die Brexit-Gefahr für den Euro-Franken-Kurs vom Tisch. Am 24. Juni 2016 könnte es dann zu einem starken Kursausschlag kommen. Ein Übertreffen des diesjährigen Hochs des Euros bei 1,12 Franken wäre voraussichtlich die Folge.