22.12.15

4 Sprengfallen für den Euro-Franken-Kurs 2016

1. Aktien-Crash
Im Jahr 2016 gibt es perfektes Umfeld für einen Börsen-Crash: Kaum jemand rechnet damit, dass es nach sieben Jahren steigender Aktienkurse bergab geht, so dass die Schockwirkung umso größer ist. Ein Kollaps der Märkte führt zu einem Rückgang der Risikobereitschaft. Anleger flüchten in den als sicheren Hafen wahrgenommenen Schweizer Franken. Das Parken von "Hot Money" in der Alpenrepublik zwingt den Euro-Franken-Kurs in die Knie.

2. EU zerreißt es
Der Zustand der Europäischen Union (EU) verschlechtert sich noch einmal. Nationalkonservative Parteien lähmen die europäische Idee. Hinzu kommt der EU-Austritt Großbritanniens (Brexit). Der Euro, die Kirchturmspitze der europäischen Einigung, wird von Investoren in Frage gestellt. Weltweit dünnen Zentralbanken ihre Euro-Fremdwährungsbestände aus.

3. EZB wird zu KfW
Die Europäische Zentralbank (EZB) formvollendet die Kreditfinanzierung klammer Euroländer über die Notenpresse. Sie wandelt ihre bisher bis März 2017 begrenztes Wertpapierkaufprogramm in ein zeitlich unbefristetes Kaufprogramm um. Damit verabschiedet sich die EZB endgültig von dem stabilitätsorientierten Bundesbank-Modell. Sie wird eine europäische Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

4. Rezessions-Kanzlerin
Der deutschen Wirtschaft gehen die Wachstumsimpulse aus. Die Exporte laufen wegen der schwierigen Lage in den Schwellenländern schlecht. Verbraucher senken in der Vorahnung eines Konjunkturabschwungs ihre Konsumausgaben. Angela Merkel geht es so wie José Luis Zapatero, dem Regierungschef Spaniens zu Zeiten des Bau-Booms. Merkel hat während der "fetten Jahre" wirtschaftliche Reformen sträflich vernachlässigt. Sie wird zur Rezessions-Kanzlerin.