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26.11.15

UBS kann sich 2016 Euro-Anstieg auf 1,12 CHF vorstellen

Der Euro komme nicht über 1,12 Franken hinaus, sagt die für ihre vorsichtigen Prognosen bekannte UBS. Der Wechselkurs befindet sich in einer Pattsituation. Auf der einen Seite verhindert die Gefahr vor einem Abgleiten der Schweizer Wirtschaft in eine Rezession einen stärkeren Franken. Auf der anderen Seite steht die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer lockeren Geldpolitik einem stärkeren Euro im Weg.

Zu einem recht deutlichen Rückfall des Euros gegenüber dem Schweizer Franken könne es eigentlich nicht kommen. Denn ein zu starker Franken würde die exportlastige Schweizer Wirtschaft in eine Rezession stürzen. Der wirtschaftliche Abschwung ließe den Franken dann wieder unattraktiver werden, argumentiert der UBS-Ökonom Daniel Trum. Ferner gelte es zu beachten, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) durch Euro-Stützungskäufe eine übermäßige Abnahme des Euro-Franken-Kurses verhindern dürfte.

Etwaige Anstiege des Euros sind nach Einschätzung der größten Bank der Schweiz wegen der ultralockeren Geldpolitik der EZB begrenzt. Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Notenbankchef Mario Draghi die Inflation im Euroraum mithilfe eines weichen Euros anheizen möchte. Die meisten Devisenstrategen sind der Meinung, dass der Italiener immer neue Lockerungsinstrumente aus dem Ärmel zaubern wird, um den Euro abschwächen.


"Wir erwarten daher, dass EURCHF über die nächsten drei Monate relativ stabil in einer Spanne von 1,03 bis 1,09 handelt. Auf sechs bis zwölf Monate sehen wir das Währungspaar leicht höher in einer Spanne von 1,08 bis 1,12", schlussfolgert die UBS in ihrem in dem aktuellen "Outlook Schweiz".