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28.01.13

Eurokurs klettert zum Wochenauftakt im Hoch auf 1,2505 CHF


Der Wechselkurs des Euro zum Schweizer Franken stieg zum Wochenauftakt auf 1,2505. Das war der höchste Stand seit dem 21. Januar, als die Gemeinschaftswährung das 17-Monatshoch bei 1,2570 Franken erreichte. Hintergrund dürften Bemerkungen der Schweizer Finanzministerin Eveline-Widmer Schlumpf sein. Der Bundesrätin ist die Erholung des Euros nicht genug.

Im europäischen Handel notiert der Eurokurs um 8:55 Uhr MEZ bei 1,2478 CHF. Auch gegenüber dem US-Dollar gibt die Gemeinschaftswährung nach. Das Devisenpaar fällt von EUR/USD 1,3380 am Freitag auf 1,3330. Der in der zurückliegenden Handelswoche besonders rapide emporsteigende Kurs des Euros zum Yen fällt von 122,77 auf 121,70.

"Der Franken ist weiterhin sehr stark", sagte Widmer-Schlumpf am Wochenende auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Sie hoffe auf eine weitergehende Abwertung. Die Perspektiven des Franken seien eine Frage, wie sich der Euro entwickele. Die Finanzministerin lobte ausdrücklich das Vorgehen der 105-järhigen Schweizerischen Nationalbank, die mit ihrer Mindestkurs Politik eine klare Linie verfolge.

Währungskrieg

Kritiker werfen der Schweiz vor einen globalen Währungskrieg verursacht zu haben. Eidgenössische Politiker und Währungshüter könnten die Mindestkurs-Politik in noch so viel Geschenkpapier wickeln. Es sei und bleibe eine Manipulation des Wechselkurses. So etwas ist in der Gruppe der G7 Länder verboten.

Japan folgt nun dem Schweizer Vorbild. Über enorme Liquiditätsspritzen der Geld- und Fiskalpolitik bekämpft man offiziell Deflationsgefahren. Der japanische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Yasutoshi Nishimura, macht jedoch überhaupt keinen Hehl daraus, dass man den Yen gegenüber dem Dollar auf USD/JPY 100 abschwächen will.

Die Schweizer Währungspolitik und Wechselkurssteuerung gilt als Ausgangspunkt eines Abwertungswettlaufes. "Wir befinden uns in einem Währungskrieg", sagte Bill Gross, Chef des weltweit größten Anleihefonds PIMCO, der "Welt am Sonntag". "Die Situation erinnert an die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Auch damals gab es einen Abwertungswettlauf."