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06.01.17

Die aktuellen Top-Themen für den EUR/CHF-Kurs

EUR/CHF nicht auf SNB angewiesen
Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Dezember überraschend gesunken. Das ist ein gute Nachricht für den Euro. Bisher musste man davon ausgehen, dass die SNB den EUR/CHF-Kurs über 1,07 gehalten hat. Der leichte Rückgang der SNB-Reserven zeigt nun, dass der Devisenmarkt momentan keine Notwendigkeit sieht, den Euro Richtung 1,05 Franken abzuverkaufen.

Euro-Wirtschaftsstimmung auf 6-Jahreshoch
Verbraucher und Unternehmen in der Eurozone waren so gut gelaunt wie seit knapp sechs Jahren nicht mehr, meldet die EU-Kommission. Für den EUR/CHF-Kurs ist das bereits Schnee von gestern. Die Einpreisung in den Wechselkurs fand simultan mit der Aufhellung der Wirtschaftsstimmung im Dezember statt. Dies dürfte dann dazu beigetragen haben, dass der Euro trotz fehlender SNB-Firepower über 1,07 Franken blieb.

EZB: Erst Lohnwachstum, dann Tapering

"Statistiken eines Monats werden nicht unsere Position ändern", sagt EZB-Direktor Yves Mersch zum Anstieg der jährlichen Inflation auf 1,1%. Das Lohnwachstum in der Eurozone sei noch zu schwach, um Inflationsdruck auszuüben, so Mersch bei einer Konferenz in Paris (Reuters-Meldung). Da der Luxemburger als Falke gilt, der eher dazu neigt die Geldpolitik auch einmal zu straffen, wirkt seine Aussage dämpfend auf den EUR/CHF-Kurs.

Finden höhere US-Zinsen ihren Weg nach Europa?
Vom US-Arbeitsmarkt kommen gemischte Signale aus. Das Jobwachstum war schwächer, das Lohnwachstum hingegen stärker als erwartet. Es ist müßig die Auswirkungen auf den EUR/CHF-Kurs zu analysieren. Prinzipiell gilt: Je rascher die Fed die Zinsen erhöht, umso besser ist das für den Euro. Ein von den USA ausgehender Zinsimpuls führt auch zu höheren Renditen bei deutschen Bundesanleihen, den Benchmark-Anleihen für die Eurozone. Dies wiederum sollte dem Euro helfen und dem Franken etwas schaden.