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22.12.16

EUR/CHF-Kurs peilt Erholung zwischen den Jahren an

Der Eurokurs befestigt sich bei 1,0730 Franken, nachdem er zuvor mit 1,0677 Franken auf den tiefsten Stand seit Juni 2016 gesunken ist. Die Deutschen sind derzeit besonders hysterisch. An allen Ecken und Ende gibt es Warnungen über die Eurozone und Banken. Der Euro teilt den Pessimismus zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

"Wenn wir die Regeln nicht einhalten, fliegt uns die Eurozone auseinander", sagt Wolfgang Schäuble der der Wochenzeitung "Die Zeit". Er bezieht sich dabei auf eine umstrittene Sonderzahlung der griechischen Regierung an die Rentner. Auch Italien spielt mit dem deutschen Finanzminister "Mensch ärgere Dich nicht", weil es Staatshilfen für seine maroden Banken beschließt. So etwas sollte es ja eigentlich nicht mehr geben.

Der italienische Staat denkt an seine Zukunft. Zum einen rettet man Monte Paschi, um die Sparer zu schützen. Zum anderen ist die Krisenbank als Abnehmer von Staatsanleihen unverzichtbar. Es läuft auf eine Situation hinaus, in der sich Italien quasi sein eigenes Geld druckt, weil es dank der Staatshilfen die Banken kontrolliert und von ihnen verlangen kann, dem Staat stets neue Kredite zu geben.

Die volkswirtschaftlichen Berater von Deutschlands Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel warnen wegen einer zu laxen Regulierung von Banken vor dem Ausbruch einer neuen Finanzkrise. "Es ist zu befürchten, dass in absehbarer Zeit erhebliche neue Lasten auf das Finanzsystem beziehungsweise den Steuerzahler zukommen", steht in einem Brandbrief an Gabriel, der von knapp drei Dutzend Top-Ökonomen unterzeichnet ist.

Neben dem Euro-Franken-Kurs kann sich auch der Euro-Dollar-Kurs erholen. 1 Euro ist aktuell 1,05 Dollar wert. Zuvor fiel der Wechselkurs mit 1,0350 auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren.