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15.12.16

EUR/CHF-Abwärtstrend spielt sich mit der SNB die Bälle zu

Der Euro geht in die Knie: Gegen den US-Dollar sinkt er mit 1,0394 auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren. Beim EUR/CHF-Kurs kommt es zu einem Rückgang auf 1,0720. Damit dürfte die Talfahrt nicht vorbei sein. Bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) reift die Einsicht, dass es auf einen Euro bei 1,06 Franken oder tiefer hinausläuft.

Aus charttechnischer Sicht gibt es nicht das geringste Anzeichen für ein Ende der Talfahrt. 200, 150, 100 und 50-Tage-Linie sind absteigend einsortiert und weisen allesamt ein Gefälle auf. Das ist ein klarer Beleg für einen Abwärtstrend, der den EUR/CHF-Kurs heimsucht. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass der Trend demnächst brechen könnte.


Der Euro ist zwar in der letzten Wochen kurz auf 1,0897 Franken gestiegen. Dies stellte sich allerdings um eine normale Gegenbewegung innerhalb eines Abwärtstrends heraus, zumal es Wechselkurse an sich haben, nicht schnurstracks zu fallen.

Gemäß der Charttechnik hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) bereits vor einem Monat beschlossen einen stärkeren Franken (also einen sinkenden EUR/CHF-Kurs) zu tolerieren. Mitte November ist die 50-Tage-Linie unter die 100-Tage-Linie gefallen und hat damit den Abwärtstrend bestätigt.

Insofern ist die aktuelle Tagesmeldung, wonach die SNB ihre Euro-Stützungskäufe zurückfahren dürfte, für Charttechniker nicht überraschend. Die Nachricht ist bereits seit einem Monat eingepreist. Es geht im Grunde genommen nur noch darum, ob der Euro noch in diesem Jahr oder erst 2017 unter das Tief vom November bei 1,0685 Franken sinkt.