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01.11.16

Franken steigt nicht nur, weil er Trump-Abperlschutz ist

Das Stimmvolk wendet sich Trump zu, woraufhin der Euro auf 1,0801 Franken sinkt. Der Rückfall des Wechselkurses lässt sich keinesfall nur auf die Furcht vor dem US-Wahlausgang zurückführen. Der Schweizer Industriemotor läuft rund, die Stimmung in den Unternehmen hellt sich spürbar auf. Der Franken ist mehr als ein vorzüglicher Abperlschutz vor dem dicken Tropfen Trump.

46% der US-Wähler favorisieren Donald Trump, 45% Hillary Clinton, wie eine aktuelle Umfrage von ABC News und der Washington Post zeigt. Wegen den Clinton-Emails nehmen US-Wähler Trump als kleineres Übel wahr. Vielen wollen nicht mit Clinton eine Person wählen, gegen die das FBI ermittelt, zumal das zu einer US-Verfassungskrise führen kann.

"Es ist völlig egal, wer in den USA Präsident wird - es tut niemand etwas gegen die Wirtschaftsinteressen", sagt Voestalpine-Chef Wolfgang Eder laut einer Meldung der Austria Presse Agentur. Nicht egal ist es dem Euro-Franken-Kurs. Seine Kursentwicklung deutet darauf hin, dass die Devisennotierung als erste Reaktion auf einen Präsidenten Trump einbrechen würde.

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Dem Schweizer Franken muss allerdings auch eine innere Stärke, die nichts mit den geopolitischen Unsicherheiten zutun hat, zugeschrieben werden. Die Stimmung der Schweizer Industrie kletterte im Oktober auf den höchsten Stand seit knapp einem halben Jahr, wie aus aktuellen Einkaufsmanagerdaten von Credit Suisse und prcocure.ch hervorgeht.

Wer den Schweizer Franken kauft, bekommt somit einen erstklassigen Schutz vor geopolitischen Risiken. Neben den US-Wahlen kommt am 4. Dezember 2016 ja auch noch ein Referendum in Italien. Der schneller laufende Industriemotor spricht ferner dafür, dass Anleger wegen der guten Verfassung der Wirtschaft in der Eidgenossenschaft bestens aufgehoben sind.