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04.11.16

3 wichtige Beobachtungen zur EUR/CHF-Entwicklung im November

1. EUR/CHF-Kurs konvertiert zur Asymmetrie
Die Erholung von riskanten Vermögenswerten wie Aktien habe seit dem Brexit-Votum nicht zu einer Abschwächung des Schweizer Frankens geführt. Darauf weisen die Experten der UBS hin. Sie sprechen von einer asymmetrischen Beziehung. Der EUR/CHF-Kurs war früher oft während einer Aktien-Hausse gestiegen und bei einer Baisse gefallen. Dieser Zusammenhang hat sich inzwischen in Luft aufgelöst.

2. Der Franken vereint das Beste aus zwei Welten
Der Franken wird also gegen den Euro nicht länger schwächer, wenn die Risikobereitschaft steigt. Gleichwohl wird der Franken aber weiterhin gegen den Euro stärker, wenn die Risikobereitschaft sinkt, wie der Absturz des EUR/CHF-Kurses nach dem Brexit-Votum auf 1,06 zeigt.

Der Schweizer Franken ist somit die perfekte Anlagewährung, weil er das Beste aus beiden Welten vereint.

3. Schweiz führt Abnutzungskrieg
Ein Abnutzungskrieg ist laut Wikipedia ein anhaltender militärischer Konflikt, bei dem die beiderseitigen Verluste die möglichen Gewinne weit überschreiten. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) befindet sich mit Spekulanten am Devisenmarkt, die für einen stärkeren Franken kämpfen, in einer Art Abnutzungskrieg.

Wegen der aussichtslosen Lage in der Eurozone kann die SNB nicht gewinnen, definiert man einen Sieg mit einem Euro-Wechselkurs, der sich ohne fremde Hilfe über 1,10 Franken halten kann.

Je länger die Schweiz eingreift, umso größer werden die Kosten für sie. Neben der akuten Gefahr einer Immobilienblase verunsichert die extreme Negativzinspolitik Haushalte und Unternehmen. Nicht zuletzt drohen der SNB dreistellige Milliardenverluste, falls die von ihr aufgekauften Anleihen und Aktien an Wert verlieren und/oder, falls man den EUR/CHF-Kurs schlussendlich auf 1,00 ziehen lassen muss.