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10.02.16

EUR/CHF-Kurs bei 1,12 oder 1,06? Ein Pro und Contra

Der Eurokurs wird bei 1,09 Franken einen Boden finden und anschließend wieder steigen. Das prognostiziert die Deka Bank in Frankfurt. Im Süden ist man weitaus skeptischer. Bei der Bayerischen Landesbank (BayernLB) fühlt man sich angesichts des Rückfalls des Euros auf 1,0950 Franken bestätigt. Man erwartet eine lethargische Talfahrt auf 1,06 Franken.

Es hätte ein Durchmarsch auf 1,15 werden können. Gemeint ist der Anstieg des Euros von 1,0755 Franken Mitte Dezember 2015 auf 1,1198 Franken Anfang Februar 2016. Doch daraus wird nichts. Zu groß sind die Gefahren. Der Börsen-Crash fordert seinen Tribut. Das hohe Auf und Ab der Kurse (Volitilität) zeigt, dass sie Nerven blank liegen. Der Franken hat in einem solchen Umfeld leichtes Spiel.

"Der Druck auf den „sicheren Hafen“ des Schweizer Franken sollte in unserem Prognosezeitraum langsam nachlassen, wenngleich der Franken noch überbewertet bleiben dürfte", schreibt die Deka Bank. Das Wertpapierhaus der deutschen Sparkassen rechnet mit Eurokursen bei 1,09 Franken (Mai 2016) und 1,12 Franken (Februar 2017). Demnach würde der Euro ein ganzes Jahr brauchen, um erneut auf 1,12 Franken zu steigen.

Die Bayerische Landesbank sieht den Euro hingegen bei 1,07 Franken und im nächsten Jahr nur noch bei 1,06 Franken. "Wir halten die Hürde für eine weitere Einlagensatzsenkung der SNB aber weiterhin für hoch", erläutert die Landesbank. Denn die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte die wenig verbleibende Lockerungsmunition für einen größeren Makro-Schock, wie eine harte Landung von Chinas Wirtschaft, trocken halten.

Auch eine erneut von den USA ausgehende Finanzkrise kann inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden. Die Schulden der Öl/Gas-Fracking-Unternehmen sollen sich auf 1,5 Billionen US-Dollar belaufen. Hinzu kommt der ungewisse Ausblick für den Euroraum. Hier gibt es einen ganzen Haufen ungelöster Probleme: Von A wie Athen bis Z wie zentrale Einlagensicherung für europäische Sparer.