27.10.15

Euro steigt trotz EZB auf 1,15 CHF, sagt Morgan Stanley

Der Eurokurs lässt sich von guten Konjunkturdaten aus der Schweiz nicht beeindrucken. Bis zu 1,09 Franken kostet der Euro - nach 1,0755 Franken in der letzten Woche. Gemäß den Devisenexperten von Morgan Stanley ist noch Platz nach oben. Die Bank sieht den Euro bei 1,12 Franken (Ende 2015) und 1,15 Franken (Ende 2015).

Die Schweizer Wirtschaft kommt mit dem starken Franken besser zurecht als noch im Frühjahr. Der UBS-Konsumindikator steigt von 1,64 Punkte im August auf 1,65 Punkte im September. "Trotz der schlechteren Stimmung im Detailhandel lassen die erneut leicht höheren Neuimmatrikulationen von Personenwagen ein weiterhin solides Konsumwachstum erwarten", sagt die UBS.


Kämpfe nicht gegen die Europäische Zentralbank (EZB), meint Morgan Stanley. Die Kombination einer Vergrößerung des Wertpapierkaufprogramms und eines niedrigeren Einlagenzinses lege nahe, dass die Banken ihre Kapitalexporte erhöhten, was den Euro schwäche würde.

Das von Morgan Stanley beschriebene Szenario trübt den Ausblick für den EUR/USD-Kurs, nicht aber für den EUR/CHF-Kurs ein. Gemäß den Wechselkursprognosen der Bank wird der Eurokurs bis Ende 2016 auf 1,00 Dollar sinken, aber auf 1,15 Franken steigen. Der schwache Ausblick für den Schweizer Franken bleibe wegen geringen Renditen von Schweizer Vermögenswerten und Kapitalabflüssen intakt.