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18.09.14

Zinsentscheid in Zürich macht Euro weiche Knie


Das Spiel mit dem Mindestkurs geht von vorne los. Der Euro sackt nach dem Zinsentscheid in Zürich unter 1,21 Franken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lässt eine gute Gelegenheit ungenutzt den Franken abzuschwächen.

Am Devisenmarkt notiert der EUR/CHF-Kurs aktuell bei 1,2067, nachdem er sich zuvor bis auf 1,1217 nach oben gearbeitet hat. Die vielversprechende Ausgangslage löste sich in Luft aus, weil zusammengestauchte Inflations- und Wachstumsprognosen nicht ausreichen.

"Für 2015 liegt die neue Prognose nun mit 0,2% um 0,1 Prozentpunkte und für 2016 mit 0,5% sogar um 0,4 Prozentpunkte tiefer als bei der letzten Lagebeurteilung", schreibt die SNB in ihrer Lagebeurteilung.

Auch eine schlechtere Wachstumsprognose kann den Euro nicht über 1,21 Franken stabilisieren. "Angesichts der heute verfügbaren Informationen rechnet die Nationalbank für das laufende Jahr nun mit einer Wachstumsrate von nur noch knapp 1,5%, nachdem sie im Juni von rund 2% ausgegangen war", erklärt die SNB.

Vielleicht zaubert die Schweizerische Nationalbank bei ihrer nächsten Sitzung kurz vor Weihnachten einen Negativzins für Banken aus dem Ärmel, um der lockeren Geldpolitik im Euroraum etwas entgegenzusetzen. Ohne den Druck der Märkte dürfte es jedoch keine Zinssenkung geben.