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12.09.14

Frankreich sagt Franken den Kampf an


"Wir müssen den Euro weiter drücken." Das sagt der französische Notenbankchef Christian Noyer, der gleichzeitig EZB-Ratsmitglied ist. Der Euro verkriecht sich derweil auf 1,2090 Franken, nachdem er zur Wochenmitte wegen Spekulationen über negative Zinsen ein Mehrwochenhoch markierte.

"Um unser Inflationsziel von zwei Prozent im Jahr zu erreichen, mussten wir den Euro drücken", sagte Noyer dem Radiosender Europe 1. Frankreichs Elite fordert seit langem eine Abschwächung der Gemeinschaftswährung. Dadurch würden sich sämtliche Probleme in Luft auflösen.

Französische Großkonzerne hätten bessere Chancen Waren außerhalb der Eurozone abzusetzen. Gleichzeitig will man mit einem weichen Euro seinen Standort für Direktinvestitionen aus Amerika und Asien attraktiver machen.

Konkret hat Noyer den Wechselkurs zum US-Dollar im Auge. Der EUR/USD-Kurs brach seit Mai 2014 von 1,3994 Dollar auf 1,2859 ein. Der Euro-Franken-Kurs sank im gleichen Zeitraum von 1,2236 auf 1,2043.

Sollte sich Frankreich durchsetzen und der Euro auf 1,25 oder 1,20 Dollar sinken, wäre aller Voraussicht auch der EUR/CHF-Kurs betroffen. Er fiele auf 1,2000. Anschließend müsste die Schweizerische Nationalbank (SNB) Euro-Stützungskäufe durchführen.

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