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12.03.14

Wie Merkel die Ukraine und Fremdwährungskreditnehmer rettet

Franken-Bären zittern nicht mehr nur ausschließlich wegen der Krim-Krise. Die Weltwirtschaft bangt aufgrund eines Exporteinbruchs in China. Der Euro sinkt gegenüber dem Schweizer Franken auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Angela Merkel muss es nun richten: Sowohl für die Weltpolitik als auch für die gebeutelten Fremdwährungskreditnehmer.

Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,2150 Franken, während sie vergangenen Freitag noch bei 1,2215 notiert hatte. Der Euro nähert sich wieder mit größeren Schritten der Untergrenze bei 1,20, nachdem bekannt wurde, dass Chinas Exporte im Februar um 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen sind. Die Furcht vor einer Krise in den Schwellenländern kommt zurück.

(Brodelnde Schwellenländer vermasseln Euro-Franken-Anstieg)

"Wenn irgendeiner Putin überzeugen kann, seine Soldaten in die Kasernen zurückzuschicken, dann ist es die Kanzlerin", schreibt das Wochenmagazin "New Yorker". Sie sei die wichtigste Führerin in Europa, sagte Ex-Außenministerin Hillary Clinton, während für die CNN-Reporterin Christiane Amanpour die Kanzlerin die wichtigste Person der Krise ist.

Wenn Merkel es in in der Ukraine richtet, könnte das den Euro-Franken-Kurs anschieben. Aus fundamentaler Sicht besitzt die Gemeinschaftswährung nämlich -wenn da die Krim-Krise nicht wäre- Aufwärtspotential wegen der letzten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Derweil hat sich der Zinsvorteil des Euroraums gegenüber der Schweiz weiter vergrößert. Der 3-Monats-Euribor kletterte auf auf Mehrjahreshoch bei 0,307 Prozent. Die höhere Zinssätze wirken sich derzeit vor allem auf den Euro-Dollar-Kurs aus. Der Gemeinschaftswährung fehlt weniger als 1 Cent um die psychologische Marke bei 1,40 Dollar zu erreichen.