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18.03.14

Franken-Bullen spielen die Karte mit dem Euribor Zinsvorteil

Am Devisenmarkt unternimmt der Euro-Franken-Kurs einen Anstiegsversuch, während sich der Zinsvorteil des Euroraums vergrößert. Derweil wirkt die Eingliederung der Krim durch Russland wie eine Beruhigungspille. Währungsdisponenten können sich auf das eurofreundliche Tagesgeschehen konzentrieren.

Weil die Geldmarktsätze im Euroraum seit Wochen am steigen sind, genießt der Euro gegenüber dem Schweizer Franken einen beträchtlichen Zinsvorteil. Der von Finanzmarktexperten eng beobachtete 3-Monats-Euribor kletterte zuletzt auf 0,305 Prozent. Vor einem Jahr notierte die Euribor Entwicklung noch bei 0,200 Prozent.

Der anziehende Euribor, welcher die Bereitschaft der Banken sich gegenseitig Geld zu leihen sowie die Zinserwartungen der Marktteilnehmer wiedergibt, wäre isoliert betrachtet, ein handfester Grund für den Eurokurs in den Bereich 1,25-1,30 Franken vorzustoßen. Zumal das Schweizer Pendant zum Euribor, der 3-Monats-Libor, zuletzt bei lediglich 0,020 Prozent notierte.

(Weiterlesen: Ambitionierte Franken Prognose sieht Euro auf 1,29 CHF steigen)

Jedoch kommt es 2014 immer wieder zu "Zwischenfällen", die zu einem plötzlichen Anspringen der Nachfrage nach dem Schweizer Franken führt, weil es sich bei der eidgenössischen Landeswährung um eine Krisenwährung bzw. Fluchtwährung handelt. Zu Jahresbeginn sorgten Berichte über Finanz-/Strukturproblemen großer Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien für Unsicherheit.

Derzeit ist es die Krise in der Ukraine, die zu einer Aufwertung des Schweizer Frankens führt. Zuletzt kostete 1 Euro lediglich 1,2160 Franken. Auf dem bisherigen Höhepunkt der Krim-Krise vor zwei Wochen war die Gemeinschaftswährung auf 1,2104 Franken in den Keller gerauscht.