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21.03.14

Euro fällt wegen Yellen-Patzer in altes Kursmuster zurück

Der Euro steigt zum US-Dollar und der Schweizer Franken steigt zum US-Dollar. Das Ergebnis: Die Devisennotierung Euro-Franken ist wieder am fallen. 1 Euro kostete zuletzt 1,2170 Franken. Auf den ersten Blick ist der Zusammenhang etwas ungewöhnlich. Eines steht jedoch fest: Steigt der Euro über 1,40 Dollar, dürfte der Euro-Franken-Kurs seine Talfahrt intensivieren.

Für Franken-Bären ist es jammerschade, dass die Gewinne der Gemeinschaftswährung zum US-Dollar nicht auf den Euro-Franken-Kurs abfärben. Vielmehr gehen von dem Währungspaar Dollar-Franken Abfärbungseffekte aus. Die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber der US-Leitwährung ist dafür verantwortlich, dass Eurokurs nicht über die Marke von 1,22 Franken hinaus kommt.

(Weiterlesen: Gier der Franken-Bären soll Euro bis April auf 1,26 CHF hieven)

Das heiß diskutiertesete Thema an den Devisenmärkten ist derzeit der Patzer der neuen US-Notenbankchefin Janet Yellen auf ihrer ersten Pressekonferenz. Yellen stellte eine Leitzinserhöhung zur Jahresmitte 2015 in Aussicht. Wegen der konkreten Nennung eines Zeitpunktes für eine erste Zinserhöhung erntete die Nachfolgerin von Ben Bernanke überwiegend Kritik.

"Die Worte waren schwach gewählt", sagte Donald Selkin, Chef-Marktstratege von dem Broker National Securities Corp, im Gespräch mit Bloomberg. "Sie hat es (die Pressekonferenz) ein wenig plump gehandhabt. Es war ein Schock, weil sie (Yellen) von den Märkten immer als eine Verfechterin einer lockeren Geldpolitik gesehen wurde", fügte Selkin an.

Sollte Yellen oder einer ihrer Kollegen, wie der einflussreiche Chef der New Yorker Fed, William Dudley, in den kommenden Wochen von der der für Mitte 2015 anvisierten US-Leitzinserhöhungen wieder Abstand nehmen, könnte der Euro über die Marke von 1,40 Dollar springen. Der Franken würde zum Dollar noch stärker aufwerten, so dass die Abfärbungseffekte den Euro erneut auf 1,21 Franken drücken könnten.

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