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20.02.14

1 Euro stünde bei 1,15 Franken ohne das Mindestkurs-Theater

Was passiert im Falle eines plötzlichen Ende des Euro-Mindestkurses bei 1,20 Franken? Für Franken-Kreditnehmer ist das die Gretchenfrage. Die Wissenschaft hat inzwischen eine Antwort parat. Der Anstieg der Kreditschuld eines Franken-Kredites würde mit sechs Prozent noch recht moderat ausfallen.

Drei Professoren haben ausgerechnet, wo der Euro-Franken-Kurs ohne den Mindestkurs-Schwindel stünde. Das Ergebnis: 1 Euro wäre derzeit 1,15 Franken wert. Das sind sieben Rappen bzw. 5,73 Prozent unter dem gegenwärtigen Kursniveau.

Beispiel:
Ein Franken-Kredit, der Anfang 2000 zum Gegenwert von 200.000 Euro aufgenommen wurde, weist aktuell eine Kreditschuld von 262.295 Euro auf. Fiele der Eurokurs auf 1,15 Franken, läge die Kreditschuld bei 278.260 Euro.

Die Simulationsrechnung der Professoren von der Universität Liechtenstein, der Universität Kopenhagen und der Technischen Universität Dänemark können Franken-Kreditnehmer bei Konvertierungsgesprächen mit ihren Banken vorlegen.

Sollte ein Bankberater zu einer Euro-Konvertierung mit der Argumentation drängen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindestkurs bald aufgeben werde, woraufhin der Euro Richtung 1,00 Franken abschmieren würde, zeigt man ihm die Simulationsrechnung.

Zum Thema:
Rettung für über den Tisch gezogene Franken-Kreditnehmer naht