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09.01.14

Draghis Doktrin verursachen Abfärbungseffekte beim EUR/CHF

Die Chancen für einen Anstieg des Euros auf 1,25 Franken schwinden, nachdem die EZB eine Verschärfung der Niedrigzinszusage vornimmt. Notenbankchef Mario Draghi hebt einen Zusammenhang auf, der Franken-Fremdwährungskreditnehmern seit Weihnachten Hoffnung gemacht hat.

Aktuell kostet 1 Euro 1,2347 Franken. Zur Wochenmitte waren es noch 1,2395, womit die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Franken so teuer war wie zuletzt am 11. September 2013. Zum US-Dollar notiert der Euro im Tief bei 1,3550.

"Sie haben recht, wir haben deutlichere Worte gewählt", sagte Draghi mit Bezug auf das Zinsversprechen der Europäischen Zentralbank den Leitzins für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau zu belassen. Mit dieser Ankündigung rückt eine Straffung der Geldpolitik im Euroraum in weite Ferne.

Abfärbungseffekte

Weil sich mit der Veröffentlichung ihres Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed am Mittwoch die Anzeichen für ein baldiges Ende der massiven Anleihekäufe verdichteten, ist der Euro inzwischen mehr als drei Cents leichter als am 27. Dezember 2013, als er bei 1,3892 Dollar notierte.

Draghi beseitigt mit seinem geldpolitischen Ausblick zugleich eine kleine Anomalie an den Devisenmärkten. In den letzten Wochen war der Euro-Franken-Kurs gestiegen, während der Euro-Dollar-Kurs gefallen ist. Nun ist es wieder so, dass Verluste beim EUR/USD auf den EUR/CHF abfärben.