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23.12.13

SNB bis 2015/16 Dirigent unnatürlicher Euro-Franken-Kurse

Auch im nächsten Jahr wird es bei der Anbindung des Frankens an den Euro bleiben. Dies zeigt eine neue Umfrage von Bloomberg News unter Finanzexperten. Eine überwältigende Mehrheit rechnet erst 2015/16 mit einem Ausstieg der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Es gibt aber auch Volkswirte, die gegen den Strom schwimmen.

Der Wechselkurs des Euro notiert aktuell bei 1,2260 Franken. Aufgrund des umsatzschwachen Devisenhandels über Weihnachten lassen sich momentan kaum Rückschlüsse über die künftige Entwicklung des Währungspaars ziehen. Das Achtmonatstief vom 17. Dezember 2013 bei 1,2166 bleibt jedoch in Reichweite.

(Weiterlesen: Goldman Sachs sieht Euro in 6 Monaten 1,28 Franken kosten)

41 Prozent der befragten Ökonomen erwarten eine Beibehaltung des Mindestkurses bis 2015. Weitere 35 Prozent vermuten, dass SNB-Chef Thomas Jordan die Untergrenze erst 2016 aufheben wird. "Ich rechne nicht damit, dass sie den Mindestkurs vor Ende 2014 aufgeben", zitiert Bloomberg den Ökonom Martin Güth von der Landesbank Baden-Württemberg.

Trotz der großen Mehrheit gibt es jedoch auch Devisenfachleute, die eine baldige Abkehr vom Euro-Mindestkurses für wahrscheinlich halten. Der Volkswirt Roland Kläger von der Raiffeisenbank in Zürich ist so jemand, der gegen den Strom schwimmt (Contrarian).

"Die Nachfrage nach einem sicheren Hafen wird sinken, alsbald sich die Konjunkturlage im Euroraum im nächsten Jahr bessert. Die SNB wird die Gelegenheit für einen Ausstieg nutzen", vermutet Kläger.

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