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04.10.13

Gefahr gebannt! US-Kongress wird Paket schnüren

Die Lage an den Finanzmärkten entspannt sich, weil sich im US-Haushaltsstreit eine Lösung abzeichnet. Als sichere Häfen wahrgenommene Währungen, wie der Schweizer Franken, werten ab. Demokraten und Republikaner werden wohl zusammen über das Ende des Shutdowns und die Anhebung der Schuldenobergrenze abstimmen.

Aktuellen Zeitungsmeldungen zufolge soll der der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, gesagt haben, dass er einen Staatsbankrott nicht zulassen werde. Ähnlich äußerten sich Abgeordnete der Republikaner hinter hervor gehaltener Hand. Die Schuldenobergrenze dürfte demnach auf jeden Fall angehoben werden.

Am Devisenmarkt klettert der Euro von 1,2232 auf 1,2263 Franken. Der Dollar legt auch zum Franken zu. Das Devisenpaar notiert aktuell bei USD/CHF 0,9020, nach 0,8970 am Vortag. Der Kurs des Euros zum Dollar verlässt das Acht-Monats-Hoch bei 1,3645. Aktuell ist ein Euro 1,3595 Dollar wert.

Weil nicht mehr viel Zeit bleibt und wegen der Zuspitzung des Streits zwischen Demokraten und Republikanern, sieht es nach einer Paketlösung aus, meldet die Zeitung "USA Today". Demnach wird Boehner im Abgeordnetenhaus ein Gesetz einbringen, das die öffentlichen Hand für das gerade begonnene Haushaltsjahr finanziert und die Schuldenobergrenze erhöht.

Unklar bleibt, ob die Paketlösung in den nächsten Tagen kommt, oder erst in zwei Wochen, wenn die Schuldenobergrenze bei 16,7 Billionen Dollar endgültig ausgereizt ist. Weil US-Präsident Obama seine geplante Asien-Reise komplett abgesagt hat, deutet vieles auf zähe, öffentlichkeitswirksame Verhandlungen hin.