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18.10.13

Euro-Gewinne färben auf Frankenkurs ab

Größere Verschiebungen des Euros charakterisieren die Währungsmärkte nach dem vorzeitigen Ende des US-Haushaltsstreites. Die Gemeinschaftswährung steigt gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit achteinhalb Monaten. Die Stärke des Euros färbt inzwischen auch auf den Wechselkurs zum Schweizer Franken ab.


Der Euro-Franken-Kurs ist in den letzten Stunden von 1,2312 auf 1,2352 gestiegen. Gleichzeitig kletterte die Notierung Euro-Dollar auf 1,3695. Der Wechselkurs steht kurz davor das Februarhoch bei 1,3712 zu überspringen. Sollte ihm das gelingen, wäre die Einheitswährung so teuer wie zuletzt im November 2011.

Die US-Notenbank Fed ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Euro inzwischen wieder so stark ist, dass er droht den konjunkturellen Aufschwung im Euroraum abzubremsen. Aus dem unter der Bezeichnung "QE3" bekannten Ankaufsprogramm von amerikanischen Staatsanleihen und Immobilienpapieren könnte "QE Unlimited" werden.

"Wir glauben, der Dollar ist auf dem Weg nach unten. Der Kompromiss mit der Schuldenobergrenze hat jegliche Drosselung der Anleihekäufen seitens der Fed verzögert", zitiert CNBC den Währungsexperten Michael Woolfolk von der Bank of New York Mellon. "Einige (Marktteilnehmer) sprechen davon, dass eine Drosselung nicht vor Ende 2014/Anfang 2015 stattfindet."

Es besteht die Möglichkeit, dass die Fed unter der Führung von Janet Yellen die Anleihekäufe solange fortsetzen wird, bis der Konjunkturzyklus wieder nach unten zeigt. Kritiker werfen den USA vor, dass sie durch die massive Finanzierung ihrer Staatsschulden über die Notenpresse die Welt in die nächste Finanzkrise stürzen könnten.