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30.08.13

Wie lange der Euro zum Franken noch auf der Stelle tritt

Die Furcht vor einem Flächenbrand im Nahen Osten hindert den Euro daran gegenüber dem Schweizer Franken aufzuwerten. Vieles spricht für einen Militärschlag der USA gegen Syrien. Für Präsident Obama spielt es offenbar keine Rolle, dass das britische Parlament seiner Regierung den Einsatz militärischer Mittel untersagte.

Am Devisenmarkt kletterte der Eurokurs im frühen europäischen Handel bis auf 1,2329 Franken. Als sich sodann heraus kristallisierte, dass die USA trotz des Neins der Briten weiterhin einen Militärschlag in Erwägung ziehen, sank die Gemeinschaftswährung auf 1,2307. Der Kurs des Euros zum US-Dollar fiel seit der Wochenmitte von 1,3399 auf 1,3240.

Medienberichten zufolge sollen die USA Druck ausgeübt haben, so dass die UN-Inspekteure bereits am Samstagabend Syrien verlassen werden. Anschließend wäre ein militärisches Eingreifen möglich. Ziel einer solchen Intervention wäre offenbar nicht nur ein Denkzettel für den syrischen Präsidenten Assad wegen des Einsatzes von Chemiewaffen.

Die Amerikaner könnten anstreben, die syrische Wirtschaft, die wegen des seit zweieinhalb Jahren andauernden Bürgerkriegs bereits am Boden liegt, noch stärker zu schwächen. Dies würde den Druck auf die syrische Regierung an einer internationalen Friedenskonferenz teilzunehmen erhöhen.

Der Euro könnte zum Franken bis weit in die nächste Woche hinein bei 1,23 auf der Stelle treten. Bis dahin dürfte das Thema "Militäreinsatz" vieles überschatten. Am kommenden Donnerstag findet sodann die geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) statt. Sollte EZB-Präsident Draghi den wirtschaftlichen Aufschwung im Euroraum bestätigen, wäre ein Anstieg des Euros auf 1,25 CHF möglich.