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13.08.13

Rezessionsende schiebt Eurokurs auf 1,2345 Franken

Am Devisenmarkt profitiert der Eurokurs am Dienstag von einer positiven Nachrichtenlage. Gegenüber dem Schweizer Franken steigt die Gemeinschaftswährung mit 1,2345 auf den höchsten Stand seit einer Woche. Die ZEW-Konjunkturerwartungen verbessern sich stärker, als von Ökonomen prognostiziert. Darüber hinaus schlüpft der Euroraum aus der längsten Rezession seiner Geschichte.

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland erhöhten sich von 36,3 Punkten im Juli auf 42,0 Zähler im August, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Die Prognosen der Analysten, die mit einem Indexstand von 40,3 Punkten gerechnet hatten, wurden übertroffen.

"Zum Anstieg des Indikators dürfte beigetragen haben, dass sich in wichtigen Staaten der Eurozone ein Ende der Rezession abzuzeichnen scheint. Dies zeigt auch der deutliche Anstieg der Konjunkturerwartungen für die Eurozone. Was den Konjunkturoptimismus weiterhin stützt, ist die robuste deutsche Binnenkonjunktur", schreiben die Forscher.

Der vom ZEW-Institut ermittelte Index für die Eurozone stieg um 11,2 Punkte auf 44 Zähler. Das ist der höchste Stand seit April 2010. Die Volkswirtschaft des Euroraums hat aller Voraussicht nach im zweiten Jahresviertel 2013 eine sich seit dem Jahr 2011 hinziehende Rezession beendet.

Das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie eine von Bloomberg durchgeführte Umfrage unter 41 Volkswirten nahe legt. Die europäische Statistikbehörde Eurostat wird die Wachstumszahlen am Mittwoch vorlegen. Sollten die Prognose übertroffen werden, könnte der Eurokurs auf 1,24-1,25 Franken nach oben schießen.