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12.08.13

Europas Schuldenkrise macht wieder von sich reden

Griechenland, Italien und auch Frankreich machen negative Schlagzeilen. Es wird bereits über das nächste Aufflammen der Schuldenkrise spekuliert. In Anbetracht von Gerüchten über neue Hilfspakete sowie einer eingedampften Wachstumsprognose hat es der Euro schwer gegenüber dem Schweizer Franken Boden gutzumachen.


Der Euro kostet am Montag 1,2322 Schweizer Franken. Ein Franken ist damit 81,16 Euro-Cents wert. Das Devisenpaar pendelt seit einer Woche in einer engen Seitwärtsbewegung zwischen EUR/CHF 1,2280 und 1,2325. Gegenüber dem US-Dollar sank die Gemeinschaftswährung in den letzten zweieinhalb Handelstagen von 1,3401 auf 1,3290.

Die Deutsche Bundesbank rechnet mit einem weiteren Rettungspaket für Griechenland. Spätestens Anfang 2014 müssten die Euro-Retter ein neues Hilfspaket beschließen, berichtet das Magazin "Spiegel". Die Risiken der Hilfsprogramme seien außergewöhnlich hoch, weil an der Reformfähigkeit der griechischen Regierung erhebliche Zweifel bestünden.

Indes kommen die italienischen Banken aus der zweiten Reihe ins Visier der Finanzmärkte. Weil die drittgrößte Volkswirtschaft in einer Rezession steckt, steigen die faulen Kredite. Viele der betroffenen Geldhäuser, wie die Skandalbank Monte die Paschei, werden mithilfe von Stiftungen von Lokalpolitikern kontrolliert und bekommen kein Geld von privaten Investoren, um ihre Löcher zu stopfen.

Frankreich werde in diesem Jahr lediglich ein Wachstum von -0,1 Prozent bis 0,1 Prozent erzielen, sagte der französische Finanzminister Pierre Moscovici der Regionalzeitung "Corse Matin". Der Internationalen Währungsfonds ist pessimistischer. Er rechnet für 2013 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 0,2 Prozent.