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25.07.13

Euro rutscht auf der Bananenschale ifo-Index aus

Die Analysten hatten schon etwas mehr erwartet. Zwar hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft den dritten Monat in Folge auf. Dem Aufschwung fehlt es jedoch an Dynamik. Derweil sinkt der Eurokurs von 1,2402 auf 1,2365 Franken. Neben dem verhaltenen ifo-Index für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands leidet die Gemeinschaftswährung unter einem schwachen Geldmengenwachstum.

Das ifo-Geschäftsklima stieg von 105,9 Punkten im Juni auf 106,2 Zähler im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut heute mitteilte. Es ist der dritte Anstieg in Folge. Allerdings fielen im Juni und Juli die Steigerungsraten mit 0,2 Punkten bzw. 0,3 Punkten vergleichsweise gering aus. Ein robuster Aufschwung sieht anders aus.

"Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich zwar minimal abgeschwächt, die Unternehmen blicken aber nach wie vor verhalten optimistisch in die Zukunft. Am Konjunkturhimmel zeigen sich nur wenige Wolken", erklärt Kai Carstensen, Leiter des ifo Zentrums für Konjunkturforschung.

Neben denen vom ifo-Institut beobachteten Wolken am Konjunkturhimmel und dem verhalten optimistischen Ausblick der Unternehmen, bereitet Ökonomen das schwache Geldmengenwachstum Sorge. Im Euroraum verringerte sich das Wachstum der Geldmengen m3 von 2,9 Prozent im Mai auf 2,3 Prozent im Juni, teilte die die Europäische Zentralbank (EZB) heute mit.

Dies deutet darauf hin, dass südeuropäische Banken bei der Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte nach wie vor sehr restriktiv sind. Schwache Wachstumsraten sind die Folge, wodurch ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB in weite Ferne rückt. Die weit geöffneten Geldschleusen rauben wiederum dem Eurokurs CHF jegliche Chance auf eine längere Kurserholung.