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17.06.13

Wann endet die Dominanz des Abwärtstrends?

Gegen die erhöhte Nervosität an den Finanzmärkten hat der Euro derzeit keine Chance. Die Gemeinschaftswährung bleibt umzingelt von einem Abwärtstrend. Sie kostet am Montagvormittag 1,2302 Franken. Zur Wochenmitte könnte sich das Blatt wenden. Es wird immer wahrscheinlicher, dass der Eurokurs sodann wieder die Muskeln spielen lässt.


Die geldpolitische Lagebeurteilung der US-Notenbank (Fed) am Mittwochabend könnte zu einem Kracher werden. Marktteilnehmer verlangen nach mehr Klarheit über den künftigen Kurs der Fed. Es geht in erster Linie um die monatlichen Anleihekäufe von 85 Milliarden US-Dollar (QE3). Man erhofft sich eine Weichenstellung für die zweite Jahreshälfte.

Notenbankchef Ben Bernanke könnte signalisieren, die Käufe von Staats- und Hypothekenanleihen bis zum Jahresende fortzusetzen, wie es am Freitag die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, forderte. Dadurch wären an den Aktienmärkten in den kommenden Monaten neue Rekordhochs drin.

Für Devisen-Investoren ergäbe sich ein Grund, den Dollar noch stärker zu verkaufen. Kurzfristig könnte der Eurokurs CHF dadurch weiter fallen. Auf Sicht von 1-3 Monaten hätte der Euro jedoch wegen der höheren Risikoneigung das Potential die Marke von 1,25 Franken zurückzuerobern.

Sollte die Fed eine Reduzierung der Anleihekäufe für Herbst in Aussicht stellen, dürfte es unverzüglich zu einer drastischen Aufwertung beim Dollarkurs CHF kommen, der aktuell sehr tief bei 0,9220 notiert. Dies könnte, wie im Mai, auf den Eurokurs CHF übergreifen. Damals kletterte der Dollar auf 0,9838 CHF, während der Euro ein Zwei-Jahres-Hoch bei 1,2650 CHF erreichte.