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28.06.13

Folgegewinne zum Franken: Eurokurs prescht auf 1,2355 CHF vor

Der Euro setzt seine Gewinnserie fort. Gegenüber dem Schweizer Franken klettert die Gemeinschaftswährung auf 1,2355. Zum Wochenauftakt notierte das Euro-Franken-Verhältnis noch bei 1,2219. Die Probleme an den Finanzmärkten haben sich erst einmal in Luft aufgelöst. Die Zinsen sinken, Chinas Geldmarkt beruhigt sich und die Fed pumpt Geld wie eh und je.

Man ist auf dem besten Weg den Teufelskreis zwischen maroden Bankbilanzen und Staatshaushalten zu durchbrechen. Die Belohnung für ihre Arbeit können die Euro-Finanzminister an den Anleihemärkten bewundern. Italiens Zinsen für Zehnjahrespapiere sinken überdurchschnittlich stark von 4,90 auf 4,52 Prozent. Spaniens zehnjährige Renditen brechen um 0,41 Prozent auf 4,72 Prozent ein.

Indes gelingt es der chinesischen Zentralbank (PBOC) die Furcht vor unkontrollierten Turbulenzen im chinesischen Finanzmarkt zu unterdrücken. Am Interbanken-Markt kam es an fünf Tagen in Folge zu einem Zinsrückgang. Die Geldhäuser gingen bei der Vergabe von Krediten an Unternehmen und Haushalten restriktiver vor, heißt es.

Die US-Notenbank Fed ruderte mit der angekündigten Verringerung ihrer Anleihekäufe wieder zurück. Der Chef der einflussreichen New Yorker Fed, William Dudley, sagte, dass die Märkte die Signale der Fed falsch verstehen würde. Eine Straffung der Geldpolitik, über die seit der Sitzung des Offenmarktausschuss (FOMC) am vorletzten Mittwoch spekuliert wird, sei nicht näher gerückt.

An den Aktienmärkten überspringt der Dax wieder die Marke von 8.000 Punkten, während der Dow Jones die Schwelle bei 15.000 Zählern hinter sich lässt. Sollte die Risikobereitschaft hoch bleiben, könnte dem Eurokurs ein Anstieg bis zu dem charttechnischen Widerstand bei 1,2380 Franken gelingen.