Dieser Blog wird nicht mehr aktualisiert. Weiterlesen auf: Schweizer-Franken.eu

13.02.13

Wegen der Schweizer Teuerung bleibt der Euro über 1,23 CHF


Am Devisenmarkt notiert der Eurokurs am Mittwochmorgen bei 1,2336 Schweizer Franken. Die Gemeinschaftswährung hat in den zurückliegenden drei Handelstagen rund einen Rappen aufgewertet. Am Freitagabend fiel das Devisenpaar zwischenzeitlich auf EUR/CHF 1,2252. Die Schweiz ist schier unaufhörlich von Deflationsgefahren bedroht. Ein Zudrehen der Geldschleusen ist weit und breit nicht in Sicht.

Die Teuerung in der Schweiz harrt zum Jahresbeginn im negativen Terrain aus. Die jährliche Inflationsrate lag im Januar bei -0,3 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) gestern in Neuchâtel mitteilte. Im Dezember hatte die Teuerung -0,4 Prozent betragen. Von einem Preisauftrieb wie im Euroraum, wo die Verbraucherpreise derzeit mit einer Geschwindigkeit von 2,0 Prozent steigen, ist man weit entfernt.

Solange die Inflationsentwicklung in der Eidgenossenschaft nicht ins positive Terrain zurückfindet, dürfte kein Ende der Mindestkurs-Politik absehbar sein. Eine zwischen März 2009 und Juni 2010 durchgeführte Intervention an den Devisenmärkten beendete die Schweizerische Nationalbank (SNB) erst, als die Inflation mit einem Prozent im positiven Terrain lag.

Davon ist man derzeit meilenweit entfernt. Fremdwährungskreditnehmer, die sich im Schweizer Franken verschuldet haben, können immer noch darauf hoffen, dass die "Aussitzen-Strategie" zum Erfolg führt. Die National-Bank prognostiziert bis Dezember einen Anstieg des Euros auf 1,30 Schweizer Franken.

Durch den Wertgewinn des Euros gegenüber der Finanzierungswährung Schweizer Franken sinkt der Betrag, der zur Ablösung des Franken-Kredites aufgewendet werden muss. Der Eurokurs kletterte vom 10. Januar bis 18. Januar von 1,2084 auf 1,2570 CHF. Nach einem Rückfall in lethargische Kursbewegungen zwischen 1,20 und 1,21 sieht es gegenwärtig nicht aus.