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28.01.13

Nachmittagsanstieg des Euros bei 1,2514 Franken ausgebremst

Dem Euro gelingt es ein weiteres Mal die Marke von 1,25 Schweizer Franken zu überspringen. Im europäischen Nachmittagshandel klettert die Gemeinschaftswährung von 1,2452 am Vormittag zwischenzeitlich auf 1,2514 CHF. Der Euro kann die Gewinne jedoch nicht halten. Mit der Öffnung der Wall Street notiert das Devisenpaar bei EUR/CHF 1,2470.

Auslöser des plötzlichen Anstiegs waren offenbar amerikanische Konjunkturdaten. Die Auftragseingänge langlebiger Industriegüter stiegen mit 4,6 Prozent unerwartet stark Ökonomen gingen von einem Plus in der Größenordnung von 1,8 Prozent aus, nachdem die Auftragseingänge im Dezember um magere 0,8 Prozent zugelegt hatten.

Der Schweizer Franken sei eine sehr hoch bewerte Währung, sagte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos zum Schweizer Fernsehen SRF. "Die Unsicherheit ist in den letzten Wochen etwas geringer geworden, dadurch hat sich der Franken etwas abgewertet."

Zinsen

Ein weitere Grund für die stabile Wechselkursentwicklung des Euros bei 1,25 Franken dürften die Geldmarktsätze sein. Der Dreimonats-Euribor kletterte seit Jahresbeginn von 0,188 Prozent auf 0,224 Prozent. Der steigende Euribor untermauert den Aufwertungsdruck des Euros zum Franken.

Der größte Risikofaktor für die Schweiz auf dem Weg zu einem schwächeren Franken ist derzeit das Verhalten der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Währungshüter könnten sich im Zuge des Abwertungswettlaufes gezwungen sehen, ihren Leitzins von derzeit 0,75 auf 0,50 Prozent zu senken, um den Aufwertungsdruck beim Euro Dollar und Euro Yen Kurs zu dämpfen.

Durch eine Leitzinssenkung könnte der Eurokurs auf 1,21 CHF zurückfallen. Der steile Anstieg des Euros zum Schweizer Franken begann nach der EZB-Sitzung Anfang Januar, als Mario Draghi durchblicken ließ, vorerst ohne weitere Verringerungen des Schlüsselzinses auskommen zu wollen.