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27.01.13

Für den Schweizer Franken steht die Woche der Wahrheit an

An den Devisenmärkten wird es in der anstehenden Handelswoche hoch hergehen. Massenhaft Konjunkturdaten dürften mit darüber entscheiden, ob sich der Eurokurs bei 1,25 CHF halten kann. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung auf 1,2466 Schweizer Franken. Der eidgenössische Franken kostet 80,22 Euro-Cents.

Die Veröffentlichung des KOF-Konsumindikators am Mittwoch könnte eine Trendwende bringen. Der Index ist die letzten drei Monate in Folge gefallen. Mittlerweile schwappt die Euphorie an den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft über, wie der deutliche Anstieg des deutschen Ifo-Geschäftsklimanindex auf 104,2 Punkte zeigt.

Das UBS-Konsumindikator wird ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht und sollte zeigen, dass die Schweizerinnen und Schweizer in Einkaufslaune sind und aktiv etwas für die Binnenkonjunktur tun. Am Freitag kommt mit dem Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe der mit Abstand wichtigste Indikator zur Lage der Schweizer Wirtschaft.

Abwärtsrisiken

Ökonomen erwarten einen Anstieg des PMI von 49,5 Punkten im Dezember auf 50,5 Punkte. Damit wäre die Wachstumsschwelle von 50 Punkten überschritten. An den Devisenmärkten könnten Marktteilnehmer zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Schweiz mit einem Eurokurs von 1,21 CHF (an dieser Stelle stand der Wechselkurs bei der Datenerhebung) äußerst gut zurecht kommt.

Dies würde die Abwärtsrisiken bei der Kursentwicklung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken erhöhen. Bekäme die Eidgenossenschaft einen noch weicheren Franken von 1,30 pro Euro, dann würde die Wachstumskluft zwischen der Eidgenossenschaft und der Eurozone immer größer werden. Ökonomen sprechen in diesen Zusammenhang von einem "schlechten Gleichgewicht".

Im Mittelpunkt in der kommenden Woche wird die USA stehen. Am Mittwoch findet die turnusmäßige Sitzung der US-Notenbank Fed statt. Am Freitag wird der US-Arbeitsmarktbericht die globalen Geschehnisse an den Finanzmärkten prägen. Darüber hinaus gibt es eine Fülle von US-Konjunkturdaten, wie Verbrauchervertrauen, ISM-Einkaufsmanagerindex und Auftragseingänge langlebiger Industriegüter, die allesamt exzellente Frühindikatoren sind.