17.1.13

Eurokurs am Nachmittag im Affenzahn auf 1,2472 CHF

Der Euro lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Die europäische Einheitswährung steigt nach der Veröffentlichung fremder Konjunkturdaten auf 1,2472 Schweizer Franken. Das ist der höchste Stand seit der Einführung des Mindestkurses im September 2011. Der Nachmittagsschub kommt aus dem Dollarraum.

"Overshooting" nennen Devisenexperten die Kursentwicklung des Euros zum Schweizer Franken. Das Währungspaar ist sehr stark unter Dampf und hält sich weder an fundamentale noch an charttechnische Vorgaben. Der Anstieg des Euros ist mittlerweile so steil, dass Schweizer Exporteure nun ein wenig ratlos dastehen könnten.

Soll ein Unternehmer einen zukünftigen Euro Zahlungseingang zum jetzigen Kurs knapp unter 1,25 über den Verkauf eines EUR/CHF Terminkontraktes absichern? Oder macht es Sinn zu warten, in der Hoffnung der Euro steht bald bei 1,30 CHF?

Zu dem nächsten Husarenritt beim Eurokurs CHF kam es nach der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken unerwartet stark um 37.000 auf 335.000. Darüber hinaus kletterten die Baubeginne im Dezember um 12,1 Prozent auf 954.000. Analysten hatten mit 890.000 gerechnet.

Die Folge der positiven Datenflut ist ein steiler Anstieg beim Dollarkurs CHF auf 0,9344. Weil der Wechselkurs des Euro zum Dollar nicht gleichumfänglich sinkt, resultiert ein Anstieg des Euros auf knapp 1,25 Schweizer Franken.

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