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31.01.13

Euro mit schlottrigen Knien bei 1,2333 CHF zum Monatsende


Seit vier Tagen gibt es nur eine Richtung beim Wechselkurs des Euros gegenüber dem Schweizer Franken, nämlich die nach unten. Die Gemeinschaftswährung fällt von 1,2514 Franken am Montagnachmittag auf 1,2333 Franken am Donnerstagmorgen. Auch zum US-Dollar legt der Euro eine Verschnaufpause ein. Das Devisenpaar sinkt von dem 14-Monatshoch bei EUR/USD 1,3588 auf 1,3540.

Derzeit erscheint es höchst fraglich, ob sich der Eurokurs CHF noch einmal aufrappeln kann. Die Talfahrt intensivierte sich mit einem gestrigen Schlusskurs von 1,2360, durch den ein Verkaufssignal aus der am Dienstag identifizierten Doppel-Top Formation erzeugt wurde. Gewinnmitnahmen zum Monatsende könnten den Euro in den kommenden Stunden unter 1,23 CHF drücken.

Aus charttechnischer Sicht steht derzeit die Marke bei 1,2330 als Unterstützung im Fokus. Das Niveau stammt aus dem Juli 2011 und fungierte seinerzeit als Widerstand, an dem die Kursentwicklung abprallte. Anschließend rauschte de Einheitswährung bis Anfang August 2011 auf 1,0077 CHF. Durch den Blitzanstieg des Euros der letzten Wochen wurde der Widerstand übersprungen, was ihn in eine Unterstützung umwandelte.

Kurzfristig sei eine leichte Abschwächung in Richtung 1,25 bis 1,30 Franken denkbar, langfristig habe die Schweizer Währung vom derzeitigen Niveau aus aber eher Auf- als Abwertungspotenzial, zitiert das Magazin "Die Presse" den Investmentchef Marco Curti von der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Das Momentum für einen Angriff des Euros auf 1,30 CHF scheint erst einmal verfolgen zu sein. Dazu hätte der Eurokurs CHF mit dem Wechselkurs des Euro Dollar parallel weiter steigen müssen. Allerdings koppelte sich der EUR/CHF am Montag bei 1,2514 ab und begann zu fallen. Der Euro Dollarkurs hingegen kletterte von 1,3414 auf 1,3588.