17.12.11

Traurige Eurokurs Bilanz 2007-2011: Von 1,68 CHF auf 1,22 CHF


Der Eurokurs befindet sich seit mehr als vier Jahren unter ständigem Verkaufsdruck. So sank die Euro Kursentwicklung von 1,6827 CHF auf 1,2207 CHF zwischen dem 11. Oktober 2007 und dem 16. Dezember 2011. Im Laufe der Finanzkrise 2008/09 und der Schuldenkrise 2010/2011 verlor die europäische Gemeinschaftswährung -27,46 Prozent ihres Außenwertes gegenüber dem offiziellen Zahlungsmittel der Schweiz und Liechtensteins.

“Seit viereinhalb Jahren ist man im permanenten Krisenmodus“, sagte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Philipp Hildebrand, gegenüber dem Radiosender DRS 1. Verhängnisvoll für die Schweizer Konjunktur sei ein Krisen-Gemenge, in dem sich Wirtschaftskrise, Finanzkrise und Immobilienkrise überlagerten. Ein solcher Mix würde die Volkswirtschaft auf lange Sicht sehr hart treffen. Die Unsicherheit in Bezug auf den Fortgang der Staatsschuldenkrise beeinträchtige bereits die Gesamtwirtschaft.

Schweizerischen Exportunternehmen und der Tourismussektor leiden jedoch nicht mehr so stark unter dem starken Frankenkurs wie noch im Sommer. So fiel der Eurokurs am 9. August 2011 auf 1,0075 CHF und erreichte mit den ersten beiden Nachkommastellen die Parität. Der Schweizer Franken kostete an diesem Tag 0,9926 Euro. Wer an Wechselstuben Euros in Franken umtauschte, musste aufgrund von Umtauschgebühren ungefähr 110 Euro auf den Tisch legen, um eine 100 Franken Banknote zu erhalten.

Durch die Festlegung eines Mindestkurses am 6. September 2011 bei EUR/CHF 1,2000 entschärft die Schweizerische Nationalbank (SNB) ein wenig die Lage. Allerdings gilt der Schweizer Franken immer noch als sehr stark überbewertet. Ökonomen haben ausgerechnet, dass ein fairer Eurokurs zwischen 1,35 CHF und 1,40 CHF liegen würde. Bei einem solchen Umtauschkurs wäre die Kaufkraft der Konsumenten im Euroraum und der Schweiz in etwa gleich.

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